Geschichte, politische Bildung, Politikwissenschaft

Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an Urteilkraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln. […] Dabei sollen die Antike, das Christentum und die für die Entwicklung zu Humanismus, zu Freiheit und Demokratie wesentlichen gesellschaftlichen Bewegungen ihren Platz finden.“

(Schulgesetz für das Land Berlin)


Wie im Schulgesetz des Landes Berlin nahegelegt, verbinden wir in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 das historische und das politische Lernen:

Lebenswelten und Strukturen in Mittelalter und Neuzeit werden auf das Verhältnis der Religionen bezogen. Fragen von Armut und Reichtum, Migrationen oder internationalen Konflikten sowie Konfliktlösungen werden sowohl an die Geschichte als auch an die Entwicklung politischer Ideen und ihre Praxis gestellt.

Besonderen Stellenwert hat die Kooperation mit der Gedenkstätte Hohenschönhausen: Mit ihrer Hilfe führen Schüler*innen eine reflektierte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Politik der DDR.


Die Stundentafel für die beiden Fächer Geschichte und politische Bildung sieht folgendermaßen aus, wobei das Verhältnis in etwa zwei Drittel zu einem Drittel entspricht:

Klassenstufe 7: 2 Stunden

Klassenstufe 8: 3 Stunden

Klassenstufe 9: 3 Stunden

Klassenstufe 10: 2 Stunden


Über den historisch-politischen Bereich hinaus wird das fächerverbindende Lernen im Wahlpflichtunterricht geführt: In der Klassenstufe 8 erfahren Schüler*innen durch die Verbindung von Geografie und Geschichte, wie historische Entwicklungen von geografischen Räumen beeinflusst oder diese in der Geschichte systematisch verändert wurden. In Klassenstufe 9 wird mit der Verbindung von Geschichte und Philosophie das Feld ideengeschichtlich erweitert: Wie soll und kann eine gerechte Gesellschaft aussehen? Beherrschen wir die Technik oder die Technik uns? Inwiefern beeinflussen Medien unsere Wahrnehmung der Welt und unser Leben?

In der Oberstufe können die Schüler*innen ihre Fähigkeiten in den Fächern Geschichte oder Politikwissenschaften vertiefen: Hier werden die Fächer separat in Grund- und Leistungskursen angeboten – die fächerübergreifenden Aspekte sind im schulinternen Curriculum verankert.

Festgala zum 30jährigen Mauerfalljubiläum

Anlässlich des 30jährigem Mauerfalljubiläums führte die Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit dem Tagesspiegel ein über zehn Wochen gehendes Debattenformat durch, in dem es um verschiedene kontroverse politische und gesellschaftliche Themen ging. Schüler*innen waren dazu aufgerufen, sich per Leserbrief daran zu beteiligen. Die Klasse 9.3 hat zahlreiche Beiträge zum Thema Meinungsfreiheit eingereicht, welche auch in den Samstagsausgaben der Berliner Zeitung und des Berliner Tagesspiegels vom 26.10.2019 veröffentlicht wurden. Zudem wurde die ganze Klasse zur zentralen Festgala der Bundeszentrale für politische Bildung in die Volksbühne eingeladen. Dort wartete ein buntes politisches und kulturelles Programm mit illustren Gästen, wie z.B. Klaus Wowereit, Marion Brasch, Harald Welzer, Jutta Allmedinger, Sasha Waltz und vielen mehr. Ein anspruchsvolles Programm, welches sowohl in die Geschichte als auch in die Gegenwart schaute und die Entwicklung von Berlin und Deutschland spannungsreich nachzeichnete, machte den Abend zu einem gelungenen. Toll, dass wir als Klasse 9.3 dabei sein konnten.

Tafel aus der Ausstellung „Der Schulkonflikt an der EOS ‚Carl von Ossietzky’ im Jahre 1988“, gestaltet von Schüler*innen des Wahlpflichtkurses Geschichte/Philosophie
Die Auseinandersetzung mit Leben und Werk des Namensgebers unserer Schule ist ein Aspekt im Lernen unserer Schüler*innen.
Die Klasse 9.3 vor der Volksbühne